Marieluise Beck

ehem. Mitglied des Deutschen Bundestags

EU darf westlichen Balkan nicht aus den Augen verlieren

Über die schwierige Lage in den Ländern des westlichen Balkans berichtet Dragoslav Dedovic, Leiter des Regionalbüros für Südosteuropa der Heinrich Böll Stiftung in Belgrad:

„Die Region bleibt kein sicherer Ort für Minderheiten und Andersdenkende. Im Lauf des letzten Jahres war in Kroatien ein Ansteigen ethnisch motivierter Gewalt vorwiegend auf lokaler Ebene zu verzeichnen. Nationalistische Rhetorik im Wahlkampf in Bosnien-Herzegowina oder in der Kosovo-Debatte in Serbien steht auf der Tagesordnung. Ein unwirksames Rechtssystem, langwierige Gerichtsprozesse und die Zahl der ungelösten Fälle bleiben die größten Probleme für die Rechtsstaatlichkeit in der gesamten Region. Der Einfluss der politisierten Kirchen wächst, wodurch die Trennung von Kirche und Staat sowie insbesondere die Selbstbestimmung der Frau unter zunehmenden Druck geraten.“

Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Jahresbericht der Heinrich Böll Stiftung [PDF]

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